Aktuelles zu psychischen Herausforderungen und Erkrankungen, Long-Covid, Job, Arbeit und Karriere



01.09.2021 15:03

Long Covid, Psychotherapie, Post-Covid-Syndrom, Angst und Alltag

LONG COVID

Angst vor ewig: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

Wird mein Leben jemals wieder normal? Mit Fortdauer der Pandemie plagt diese Frage immer mehr Menschen. Besonders jene, die aufgrund eines Post-Covid-Syndroms ihren Alltag nicht mehr bewältigen können

Johannes Stühlinger

 31. August 2021, 16:00

"95 Prozent der Long-Covid-Fälle werden innerhalb eines absehbaren Zeithorizonts von selbst wieder gut. Es braucht einfach etwas Geduld." Ralf Harun Zwick

Sie ist Mutter. Hat zwei Kinder. Nennen wir sie Maria. Bis vor wenigen Monaten schupfte sie täglich ihr Familienleben mit links, den Job mit rechts. Heute sind das für die junge Frau nicht mehr zu bewältigende Aufgaben. Zu erschöpft ist sie. Körperlich. Auch seelisch. Maria steht stellvertretend für jene Menschen, die trotz einer mild verlaufenen Corona-Infektion unter dem sogenannten Post-Covid-Syndrom leiden. Sie weiß heute nicht, ob sie morgen oder jemals wieder ganz gesund werden wird.

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000129064366/angst-vor-ewig-leben-mit-dem-post-covid-syndrom

30.08.2021 11:21

Demenz / Alzheimer - Psychotherapie für Angehörige

Sehr interessanter Artikel zum Thema Demenzerkrankungen mit dem Hinweis auf das Buch von Arno Geiger "Der König in seinem Exil". Ich persönlich finde dieses Buch sehr lesenswert.

Wie geht es Ihnen persönlich bei der Betreuung, Begleitung und/oder Pflege von einer an Demenz erkrankten Person? 

Die eigene psychische Belastung sollte bei diesem Thema nicht außer Acht gelassen werden. Es kann sehr belastend und fordernd sein mitzuerleben, wie sich Menschen durch diese Krankheit verändern. Hilflosigkeit, Selbstvorwürfe, Überforderungssituationen und vieles mehr werden manchmal nur Schritt für Schritt bewusst und können unterschiedliche Reaktionen auslösen.


_________________________________________________

DEMENZERKRANKUNG

Leben mit Alzheimer: Wie ein Abschied vom Ich

Morbus Alzheimer gilt als Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Bringen neue Medikamente und alternative Behandlungsmethoden jetzt die Wende?

Klaus Höfler

27. August 2021, 14:00

Betroffene können die Krankheit mit einem "Fassadenverhalten" lange geheim halten.

Es beginnt im Kleinen. Fast unbemerkt. Ein Wort, das ihm nicht einfällt. Ein Gesicht, das er nicht erkennt. Ein Gegenstand, dem er keinen Namen zuordnen kann. "Die Krankheit des Vaters fing auf so verwirrende Weise langsam an, dass es schwierig war, den Veränderungen die richtige Bedeutung beizumessen", beschreibt es der Schriftsteller Arno Geiger in seinem Buch Der König in seinem Exil, in dem er die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters zum Thema macht.

Eine Krankheit, die vom deutschen Arzt Alois Alzheimer Anfang des 20. Jahrhunderts pionierhaft erforscht wurde und mittlerweile als "Volkskrankheit" der Gegenwart gilt. Sie ist für 60 bis 80 Prozent der Demenzerkrankungen verantwortlich.

Als chronische Alterskrankheit hat das auch demografische Gründe. So leiden heute in Österreich bis zu 80.000 Menschen unter Alzheimer. 2050 könnten es aufgrund der Überalterung laut Österreichischer Alzheimer-Gesellschaft 100.000 mehr sein. Weltweit zählt die Weltgesundheitsorganisation schon jetzt rund 50 Millionen Betroffene. Diese Zahl könnte in den nächsten 30 Jahren auf mehr als 150 Millionen steigen.

Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.at/story/2000129065393/leben-mit-alzheimer-wie-ein-abschied-vom-ich​​​

13.08.2021 06:44

Depressionen bei Jugendlichen durch Covid

Medizin

COVID-19: Depressionen und Angststörungen haben bei Jugendlichen deutlich zugenommen

Dienstag, 10. August 2021

Calgary/Kanada – Schulschließungen und die mit dem Lockdown verbundene soziale Isolierung haben zu einem Anstieg von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen geführt. Nach einer Meta­analyse in JAMA Pediatrics (2021; DOI: 10.1001/jamapediatrics.2021.2482) zeigt weltweit jeder 4. Jugend­liche vermehrt Symptome einer Depression und jeder 5. vermehrte Symptome einer Angststörung.

Mentale Störungen waren auch vor COVID-19 bei Heranwachsenden häufig. Frühere Kohortenstudien hatten die Prävalenz von Angststörungen auf 11,6 % und die Häufigkeit von depressiven Symptomen auf 12,9 % geschätzt. Zu den depressiven Symptomen im Jugendalter gehören Traurigkeit, ein Verlust von Interesse und Freude an Aktivitäten sowie Störungen von Schlaf und Appetit. Angstsymptome manifes­tieren sich häufig in einer unkontrollierbaren Sorge, Angst und Übererregbarkeit.

Da Jugendliche emotional stark auf die Unterstützung durch Peer-Groups und Mitschüler angewiesen sind, war ein Anstieg von mentalen Störungen zu befürchten. 

Ganzer Artikel ​https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126273/COVID-19-Depressionen-und-Angststoerungen-haben-bei-Jugendlichen-deutlich-zugenommen​​​

 

21.07.2021 10:31

Essstörungen - Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating

Psychologie / Psychotherapie

Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating - ein Überblick

19. Juli 2021, 10:55 Uhr

hochgeladen von Florian Friedrich

Das Verhältnis zum Essen und zur Nahrungsaufnahme kann gestört sein. Essstörungen sind eine psychische Erkrankung, die äußerlich gut sichtbar ist.

Essen und Trinken wird von Menschen als etwas Existentielles und Verbindendes erlebt. Dabei wird unser Essverhalten gesteuert durch:
 - kognitive Prozesse (etwa Wissen um gesunde Ernährung, Einstellungen wie Vegetarismus oder vegane Ernährung, Informationen über gesunde und ungesunde Ernährungsweisen)
 - Emotionale Dispositionen
 - Lernprozesse (etwa durch Konditionierungen)
 - genetische Veranlagungen
 - biologische Mechanismen.
 
Essen bedeutet aber auch Beziehung, nämlich Beziehung zu sich selbst, zu den Mitmenschen und zum Leben. So sind viele gesellschaftliche Rituale mit gutem Essen und Trinken verbunden und fördern grundsätzlich die Beziehung zu sich selbst als auch zur Gemeinschaft. Essen kann somit den sozialen Zusammenhalt oder eine Partnerschaft stärken („Liebe geht durch den Magen“), und in allen Kulturen und Religionen wohnt dem Essen und Trinken etwas Transzendentes inne.
Im Essen und Trinken bilden sich auch Machtdynamiken ab: So wird Essen, Einkaufen und Kochen in patriarchalischen Kulturen eher der weiblichen Genderrolle zugeschrieben, Alkohol und Trinken eher dem männlichen Geschlecht (Besäufnisse werden eher bei Männern toleriert als bei Frauen).

ganzer Artikel: Psychologie / Psychotherapie: Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating - ein Überblick - Salzburg-Stadt (meinbezirk.at)

28.06.2021 08:54

Psychische Erkrankungen

STUDIERENDENSOZIALERHEBUNG

Psychische Erkrankungen unter Studierenden am stärksten gestiegen

Obwohl es vielerorts Behindertenbeauftragte gibt, sucht sich nur die Hälfte der Studierenden mit Beeinträchtigung Hilfe bei Problemen, zeigt eine IHS-Studie.

26. Juni 2021, 12:32

In der Pandemie ist die Gesundheit in den Fokus gerückt – nicht nur körperlich, auch psychisch. Besonders das psychische Wohlbefinden der Jungen hat sich verschlechtert, zeigen aktuelle Erhebungen. Doch bereits vor Corona hat sich dieser Trend abgezeichnet. Das legt auch die neue Auswertung "Zur Situation behinderter, chronisch kranker und gesundheitlich beeinträchtigter Studierender" der Studierendensozialerhebung nahe. Diese führt das Institut für Höhere Studien (IHS) regelmäßig für das Wissenschaftsministerium durch. 2019 nahmen rund 45.000 Studierende an der Online-Umfrage teil.

Seit 2015 ist der Anteil an psychischen Erkrankungen – die größte Gruppe der Beeinträchtigungen – stark gestiegen: von 3,8 auf 4,9 Prozent aller Studierenden. Insgesamt haben zwölf Prozent der Studierenden mindestens eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die ihr Studium beeinflusst. Frauen sind öfter betroffen als Männer – oder sagen es eher.

An Kunstunis ist der Anteil an betroffenen Studierenden mit 16 Prozent überdurchschnittlich hoch. An öffentlichen Unis liegt er bei 13 Prozent, an FHs und Privatunis bei jeweils neun. Neben psychischen Erkrankungen sind Studierende etwa von chronisch-somatischen Erkrankungen, Mobilitätsbeeinträchtigungen, Teilleistungsstörungen oder Seh- bzw. Hörbeeinträchtigungen betroffen. Laut fast zwei Dritteln der Betroffenen ist die Beeinträchtigung nicht gleich erkennbar.

Ganzer Artikel ​https://www.derstandard.at/story/2000127715608/psychische-erkrankungen-unter-studierenden-am-staerksten-gestiegen?ref=article​​​

22.06.2021 10:45

Long-Covid oder Depression?

Wenn Covid-19 das Gehirn belastet

Der Europäische Neurologenkongress in Wien thematisiert die Langzeitfolgen der Lungenkrankheit auf das Denkorgan.

vom 19.06.2021, 12:00 Uhr | Update: 19.06.2021, 18:03 Uhr

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit, das Gefühl von Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen noch lange nach einer Corona-Infektion, selbst wenn diese mit leichten Symptomen vorüberging: Etwa zehn Prozent der ehemaligen Covid-19-Patienten fühlen sich längerfristig nicht gesund. "Long Covid" heißt der Zustand, der Betroffene Einschränkungen auferlegt, die künftig auch für Gesundheitssysteme erhebliche Kosten nach sich ziehen könnten.

Doch was ist Long Covid? "In einer Studie mit 3500 Menschen wurden insgesamt 205 Symptome angegeben", sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, im Corona-Podcast des Senders NDR. Es handle sich um eine Multi-System-Erkrankung. Das heißt: Mehrere Körper-Funktionen können betroffen sein, also nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe, wie etwa das Gehirn. Zu erforschen sei jetzt, nach 14 Monaten der Pandemie, ob jede der Farben auf dieser Palette von Leiden die gleiche Ursache hat, sprich von Covid-19 ausgelöst wurde, oder ob mehrere Faktoren mitspielen.

Auch Junge und Kinder leiden an Long Covid

"Zu den Symptomen zählen Geruchsstörungen, subjektive kognitive Störungen wie etwa solche des Gedächtnisses, Belastungsintoleranzen, verlängerte Regeneration und Erschöpfbarkeit bei körperlichen Anstrengungen", führt Thomas Berger, Leiter der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien, aus. 

Ganzer Artikel (9+) Long Covid - Wenn Covid-19 das Gehirn belastet - Wiener Zeitung Online

Beinahe am Ende des Artikels wird darauf hingewiesen, dass eine Abgrenzung zu Depressionen notwendig sei, die sich ebenfalls als Long-Covid-artige Symptome darstellen können.
17.06.2021 11:15

Pandemie - Gewalt am Arbeitsplatz - psychische, physische und sexuelle Gewalt

WIRTSCHAFTKARRIERE

15.06.2021

Pandemie verstärkt Gewalt am Arbeitsplatz

Gewalt am Arbeitsplatz hat sich seit Ausbruch der Pandemie verschärft. Besonders stark stieg die Zahl der Betroffenen von verbaler Gewalt.

von Theresa Kopper

Ein Linzer Arbeitnehmer bekommt von seinem Chef ausschließlich überfordernde und nicht bewältigbare Aufgaben, nur um später vor der gesamten Kollegschaft lächerlich gemacht zu werden, weil er diese nicht erledigt hat.

Nach über einem Jahr Mobbing wird er psychisch krank und in weiterer Folge gekündigt. Anderer Fall: Eine Handelsangestellte wird von ihrem Chef sexuell belästigt. Als sie sich aufregt, meint dieser nur, sie solle sich „nicht so anstellen“. Beide Betroffenen gehen zur Arbeiterkammer und erkämpfen eine Schadenersatzzahlung.

Pandemie verstärkt Gewalt-Potenzial

Die beiden Fälle stehen exemplarisch für psychische, physische und sexuelle Gewalt, die Arbeitnehmer in Österreich mitunter erleben. Im Vorjahr waren rund sieben Prozent der Beschäftigten hierzulande von körperlicher Gewalt betroffen, acht Prozent wurden Zeugen davon. Sechs Prozent erlebten im Job bereits sexuelle Belästigung, vier Prozent sexuelle Übergriffe, wie eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich ergibt.

„Und die Corona-Pandemie hat das Gewalt-Potenzial in den Firmen noch einmal verstärkt“, sagt Sophie Hötzinger, Arbeitsschutz-Expertin bei der Arbeiterkammer Oberösterreich und Mitautorin der Studie.

So zeige eine neuerliche Befragung im ersten Quartal dieses Jahres, dass die Zahl der Betroffenen von verbaler Gewalt von 16 auf 25 Prozent angestiegen ist.

Mobbing-Dynamiken verdoppeln sich

Ganzer Artikel: Pandemie verstärkt Gewalt am Arbeitsplatz | kurier.at

Stimmungsbegleitung
16.06.2021 09:26

Long-Covid - Herausforderungen auch im Berufsleben

JOURNAL-PANORAMA

Long Covid: Die große Erschöpfung

Gut zehn Prozent aller Corona Patienten haben nach der eigentlichen Infektion noch monatelang zum Teil massive gesundheitliche Probleme. Sie sind von Covid genesen, aber nicht gesund, haben die Virus Erkrankung überstanden, sind aber nicht fit - sie sind "Long Covid Patienten".

Long Covid kann Erwachsene, Kinder und Jugendliche betreffen. In der ersten Long Covid Ambulanz im Wiener Allgemeinen Krankenhaus werden Patienten zwischen 18 und 85 Jahren betreut. Statistisch gesehen haben aber Frauen unter 50 ein besonders hohes Risiko, an Long Covid Symptomen zu leiden.Wie lange kognitive oder neurologische Probleme, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen, chronische Müdigkeit, Gelenksschmerzen, Schlafprobleme oder Geruchs- und Geschmacksverlust andauern können, zeigen Befragungen jener Schitouristen, die sich im März letzten Jahres in Ischgl mit dem Corona Virus angesteckt hatten: Fünf Prozent von insgesamt 6.000 betroffenen Touristen aus aller Welt gaben in einer vom Verbraucherschutzverein VKI durchgeführten Umfrage an, dass sie noch heute an Dauerfolgen laborieren.

Ganzer Artikel: Long Covid: Die große Erschöpfung - oe1.ORF.at

15.06.2021 17:09

Entlastungsdepression

  • Sie haben alle über die letzten Monate gestellten Herausforderungen überstanden?
  • Druck und Anspannung in unterschiedlichster Form ausgehalten?
  • Bereits zuvor bestehende Probleme haben sich verschlechtert?

Verschiedenste Belastungen ohne Aussicht auf Veränderungen sind überstanden. Es scheint so, als dass sich die lange Zeit der Anspannung derzeit etwas löst und gerade jetzt ist vielleicht ein Zustand allgemeiner Erschöpfung spürbar.


Psychische Belastungen können sich in unterschiedlichster Form bemerkbar machen.

Womöglich fühlt es sich so an, als ob Sie

  • keine Kraft mehr hätten,  
  • innerlich leer wären, 
  • ungewohnt reizbar sind,
  • das Interesse an zuvor angenehmen Aktivitäten verloren haben oder
  • depressive Verstimmungen spüren?

Es liegt noch eine zum Teil ungewisse Zeit vor uns. Niemand kann sagen, wie lange diese noch andauern wird. 

Nehmen Sie psychische Belastungen ernst und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie diese brauchen.

15.06.2021 17:06

Covid-19 Herausforderung auch für die Psyche

Die CoV-Neuinfektionen in Österreich gehen zurück. Die Zahl der Menschen in Spitalsbehandlung sinkt ebenfalls, allerdings deutlich verzögert. Neben der medizinischen Behandlung erhalten Erkrankte in den Kliniken psychologische Betreuung. Dabei zeigen sich die Herausforderungen, die Covid-19 für die Psyche bedeutet – und die auch nach der Rückkehr in die Normalität nicht so einfach verschwinden.

23. Mai 2021, 7.30 Uhr

Der Gang ins Kaffeehaus, das Work-out im Fitnessstudio, das Konzert der Lieblingsband – nach sieben Monaten pandemiebedingter Schließungen ist Österreich weitgehend zur Normalität zurückgekehrt. Fachleute sind zuversichtlich, dass sich die Virusausbreitung in Zukunft dank der fortschreitenden Immunisierung der Bevölkerung mit weniger rigiden Mitteln als Lockdowns kontrollieren lässt.

Die Nachwirkungen der CoV-Krise auf die Gesundheit werden die Gesellschaft allerdings noch länger beschäftigen. Das betrifft einerseits Symptome, die bei manchen Betroffenen noch lange nach der überstandenen Erkrankung anhalten, bekannt als „Long Covid“. Andererseits rechnen Fachleute damit, dass es in den nächsten Jahren „sehr wahrscheinlich“ zu einem Anstieg psychischer Belastungsstörungen kommen wird, wie es jüngst bei einem von der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) organisierten Vortrag hieß.

Ganzer Artikel: Herausforderung auch für die Psyche - news.ORF.at

15.06.2021 17:04

Long-Covid und ME/CFS: Genesen und doch krankhaft erschöpft

Genesen, aber nicht gesund, so lässt sich „Long Covid“ wohl am besten beschreiben. Betroffene haben die akute Covid-19-Infektion zwar überstanden, leiden jedoch an schweren Langzeitfolgen – die meisten am chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Manche sogar so stark, dass sie vor Erschöpfung kaum das Bett verlassen können. Angesichts der Öffnungen gelte es, sich dieses Risikos bewusst zu sein, so der Neurologe Michael Stingl gegenüber ORF.at. 

Ich verstehe die große Freude über Lockerungen der aktuellen Maßnahmen. Ich denke nur, dass es fair gewesen wäre, die Leute schon wesentlich früher auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass es auch nach mildem Verlauf von Covid-19 zu möglicherweise chronischen Folgen kommen kann“, sagte der Wiener Neurologe.

Denn: Genesene mit „Long Covid“ seien „nicht gesund. Sie haben nur nicht mehr aktives Covid-19“, so Stingl. Laut der Berliner Charite ist das „häufigste Symptom“ der Coronavirus-Langzeitfolgen ME/CFS – die Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das chronische Fatigue-Syndrom, wohl besser bekannt als chronisches Erschöpfungssyndrom.

Der ganze Artikel auf orf.at